Goethe-Gymnasium Freiburg

Mitten in der Stadt, nahe am Menschen

20171108 085837„US-Embassy goes Goethe“

Hoher Besuch am Goethe-Gymnasium: Michelle Logsdon, Kultur Attachée der US-amerikanischen Botschaft in Berlin und Ehefrau des US-Botschafters,  besuchte unsere Schule am 8. November 2017. Nach einem Empfang bei Dr. Michalke-Leicht, stand Sie uns, den Schülern der 10a, für einen Austausch zur Verfügung.

Begleitet wurde Frau Logsdon von Uta-Beate Schroeder, die im Carl-Schurz-Haus Freiburg die Sprachkurse für Kinder und Jugendliche leitet.Zunächst gab Frau Logsdon einen interessanten Einblick in ihr Leben. Als Kulturattachée ist sie u. a. zuständig für verschiedene Ausstellungen und Events. In diesem Zusammenhang hat Michelle Logsdon auch das interkulturelle Projekt „Dancing to connect“ mitorganisiert, an welchem auch Schüler des Goethe-Gymnasium teilgenommen hatten.
Als Kulturattachée spricht Logsdon mehrere Sprachen, so unter anderem russisch, ukrainisch und auch deutsch. Dies ist notwendig, da sie aufgrund ihres Berufes alle drei Jahre in ein anderes Land zieht. Auch ihr Ehemann muss sich als Botschafter alle drei Jahre auf eine neue Stelle bewerben. Es sei nicht immer einfach, für beide Ehepartner eine Beschäftigung im gleichen Land zu finden. Ungefähr ein Jahr vor dem Wechsel in eine andere Botschaft habe Ms. Logsdon immer begonnen, die entsprechende Landessprache zu erlernen.

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Anschließend hatten wir Gelegenheit, Fragen zu US-Themen, Aufgaben der Botschaft und dem Stand der deutsch-amerikanischen Beziehungen zu stellen.
So hatte uns zum Beispiel interessiert, ob die Attachée den ausgeschiedenen Präsidenten Obama oder den amtierenden Präsidenten Trump bevorzugt. In guter Politiker-Manier beantwortete Frau Logsdon eher ausweichend diplomatisch. So sei es für Ihren Beruf irrelevant, wen sie lieber möge. So hatte sie bislang auch kaum Berührungspunkte mit beiden.
Auch auf die Frage unsererseits nach Ihrer Einstellung zur Polizeigewalt gegenüber Andersfarbigen in den USA, antwortete die Frau des US-Botschafters eher zurückhaltend. Frau Logsdon verweist auf die historisch bedingte Kluft zwischen dunkelhäutigen und weißen Menschen, die immer wieder konfliktreiche Wellen auslösen. Diese Wellen flauten nach Frau Logsdon immer wieder ab, flammten jedoch auch immer wieder auf.
Es hatte uns weiter interessiert, was Frau Logsdons Ansicht nach uns Deutsche von den US-Bürgern unterscheidet. Nach kurzem Zögern gab sie hierauf zur Antwort, dass sie der Meinung sei, dass sich die US-Bürger aufgrund der Größe des Landes und der vielen verschiedenen Kulturen schon innerhalb der Bevölkerung sehr voneinander unterscheiden. Die Deutschen seien im Vergleich hierzu weniger verschieden.
Aber auch nach persönlichen Themen konnten wir fragen. Uns hatte interessiert, was Frau Logsdon so fern von der Heimat am meisten fehlt. Die Kulturattachée vermisse am meisten Ihre Familienmitglieder, teilte sie uns auf diese Frage mit.
Auch wenn wir uns teilweise – gerade auf unsere Fragen im politischen Bereich – präzisere Antworten gewünscht hätten, war Frau Logsdons Besuch am Goethe-Gymnasium für uns aufschlussreich. Wann hat man schon einmal Gelegenheit, sich mit einer Botschaftsmitarbeiterin auszutauschen?
(Maurizio Kassa, 10a)

 

 

 

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