Goethe-Gymnasium Freiburg

Mitten in der Stadt, nahe am Menschen

Glazialmorphologische Exkursion

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Nein, wir waren nicht beim Eisessen, wie eine Kollegin bei dem Titel der Veranstaltung „Glazialmor-phologische Exkursion“ vermutete. Vielmehr waren wir, 12 Schülerinnen und Schüler des vierstündigen Geographie-Kurses der K1, im Feldberggebiet unterwegs, um uns die Spuren der letzten Vergletscherung (Würmeiszeit) von vor mehr als 10000 Jahren anzusehen. Nachdem wir mit Bahn und Bus auf dem Feldbergpass angekommen waren, verfolgten wir die Hinterlassenschaften des Albtalgletschers, einem der drei großen Eisströme, die vom Feldbergmassiv aus die Täler formten.

Das Albtal vom Feldbergpass hinunter ging es an vielen glazialen Phänomenen vorbei: Wir bestaunten die am besten erhaltenen Endmoränen des südlichen Schwarzwaldes an der „Kluse“ mitsamt einer Seitenmoräne und einem verlandeten Zungenbeckensee. Weiter ging es die Konfluenzstufe, die sich aufgrund des größeren Krunkelbachgletschers vom Herzogenhorn kommend gebildet hatte,  samt Wasserfall hinunter.

Auch Spuren menschlicher Tätigkeiten waren Thema: Eine Nachbildung eines Kohlenmeilers, Spuren von Flößereitätigkeiten und bei Menzenschwand die zunehmende Verbuschung der Hänge aufgrund nachlassender Viehwirtschaft. Menzenschwand ist bundesweit aufgrund seiner Uranfunde im Krunkelbachtal bekannt, die seit den 1990er Jahren aber nicht mehr gefördert werden. Nachdem wir in Menzenschwand noch vom Eis überfahrene Felsen auf dem Talgrund, sogenannte Rundhöcker, besichtigt hatten, ging es mit öffentlichen Verkehrsmitteln über St. Blasien und Schluchsee nach Frei-burg zurück.

Stefan Gutmann

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