Goethe-Gymnasium Freiburg

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Exkursion zur Schwarzwaldmilch GmbH Freiburgthumb 15 02 Schwarzwaldmilch 01a

5. März 2015

Ein Erfahrungsbericht aus dem Unterricht: "Im Rahmen des NWT-Unterrichts machen wir am 20. Januar 2015 eine Exkursion zur Schwarzwaldmilch Freiburg. Wir werden von Herrn Hacker, dem ehemaligen Technischen Leiter, der jetzt für die Schwarzwaldmilch Führungen macht, empfangen. Erst sehen wir einen informativen Werbefilm über die Schwarzwaldmilch, unsere Fragen werden beantwortet, es wird viel Interessantes erzählt und anschließend werden wir durch einen Teil des Betriebs geführt.

 

Read MoreDie Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg

Im Jahr 1930 wurde offiziell die damalige Molkereigenossenschaft Breisgaumilch gegründet, heute Schwarzwaldmilch. Der gesamte Betrieb ist in Besitz verschiedener Milchbauern. Die Schwarzwaldmilch ist demnach ein genossenschaftliches Unternehmen, aufgeteilt in die zentralen Molkereien Freiburg und Offenburg.

Etwa 1300 Milchbauern, in und um den Schwarzwald herum angesiedelt, liefern zu der Molkerei täglich etwa 600.000 Liter Milch. Es gibt dabei verschiedene Milchtypen, einmal die Normalmilch, dann die Weidemilch, bei der die Kuh pro Jahr mindestens 10 Monate auf der Wiese steht, und die Biomilch, bei der die Kühe zusätzlich noch zu zweit auf eine einen Hektar große Weide kommen.

Der Weg der Milch15 02 Schwarzwaldmilch 02

Auf jedem einzelnen Bauernhof wird die Kuh gemolken und ihre Milch sofort gelagert und gekühlt. So bald wie möglich wird sie von einem Tanksammelwagen (TSW) abgeholt und zur Molkerei gefahren. Solche TSW`s haben etwa 3 bis 4 Kammern, fassen ca. 9000 l Frischmilch und werden ratenweise von den Bauern abbezahlt, sind also nach 2 Jahren in deren Besitz. Auch in den TSW´s wird die Milch mit fortschrittlichen Methoden frisch und sauber gehalten.

Von jeder Milch wird vor der Produktion noch eine Probe genommen, die dann im Labor untersucht wird, damit man – falls in der Milch eventuell Keime oder Antibiotika sind – den Verursacher schnell finden kann. Zusätzlich dazu kann der Bauer die Milch noch vom Milchprüfling auf genau das untersuchen lassen, damit man Fehler ausschließen kann.

In der Molkerei wird die Frischmilch zum Endprodukt weiterverarbeitet. Durch die moderne Technik und die strengen Sicherheitsvorkehrungen in den Abfüllhallen wird Zeit gespart und Verunreinigungen werden ausgeschlossen. Je nach Milchsorte fallen in der Molkerei verschiedene Verarbeitungsschritte an: für lactosefreie Milch muss der Milchzucker entfernt werden, Frischmilch wird pasteurisiert, H-Milch ultrahocherhitzt und die meisten Milchsorten werden homogenisiert. Danach werden Bio- und Weidemilch in Glasflaschen abgefüllt, die immer nach Reinigung insgesamt 20 mal verwendet werden können. Deckel und Etikett sind dabei Einweg. Alle anderen Milchsorten werden in Tetrapaks abgefüllt, die H-Milch sogar in mit Aluminium gegen Licht geschützte Milchtüten. Zuletzt wird das fertige Produkt noch in Lagerhallen gekühlt und letztendlich per LKW in die Kühlregale der Supermärkte ausgeliefert, wo es dann von Kunden gekauft werden kann.

Abschliessendes Statement15 02 Schwarzwaldmilch 01a

Die Exkursion zur Schwarzwaldmilch hat insgesamt etwa zwei Stunden gedauert. Teilweise wusste ich über manche Dinge schon Bescheid, es war aber trotzdem alles in allem interessant, da ich manches davor nur bruchstückhaft gelernt habe und dies durch den Ausflug jetzt richtig gestellt wurde. Das Gelernte kann man auch im Alltag verwenden, z.B. um nachhaltiger einzukaufen oder – der eigenen Meinung nach – bessere Milchsorten zu kennen. Also insgesamt finde ich den Ausflug ziemlich lehrreich."

Sara Mayer, Klasse 9a

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