Goethe-Gymnasium Freiburg

Mitten in der Stadt, nahe am Menschen

K800 035Italien-Studienfahrt der K2 nach Sorrent


(8.11.18)
Sonntag Abend, 22:00 Uhr, Oktober 2018
42 Schüler und 3 Lehrer drängten sich alle in einen Bus und wir alle wussten jetzt schon, dass uns eine lange (Studien-)Fahrt  bevor steht. Doch mit Musik, Unterhaltung und gelegentlich etwas Schlaf schafften wir es alle bis nach Italien, dort kamen wir mittags in Sorrent, ganz in der Nähe von Neapel, an.

Bevor es zum Campingplatz ging, hielt der Busfahrer jedoch noch am Straßenrand. Alle stiegen aus und waren sprachlos: wir standen nämlich oben an der Steilküste, direkt über dem Ozean und hatten einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer. Weit und breit nichts anderes als strahlend blaues Wasser. Dann ging es jedoch auch schon weiter zum Bleu Villagio, unserer Unterkunft. Ein Cam-pingplatz mit Bungalows. Immer zu fünft hatten wir eigenen Hütten, mit Bad und kleiner Küche und der Strand war zu Fuß nur drei Minuten entfernt. Aber das Beste waren mit Abstand die Terrassen, von denen aus jeder einen Ausblick auf den Strand hatte, da die Bungalows an der Steilküste terras-senförmig angelegt waren. So konnte man einfach aus dem Fenster blicken und hatte das Meer di-rekt vor seiner Nase.
Abends sind wir dann alle zusammen in die Altstadt von Sorrent spaziert. Dort nutzten wir unsere Freizeit, um ein wenig durch die Gassen zu bummeln, wobei man an jeder Ecke Limoncello-Läden entdeckte. Andere wiederum brauchten eine Pause und entspannten sich in Cafés mit dem ersten italienischen Kaffee. Und über dem Hafen konnten wir dann alle den wunderschönen Sonnenunter-gang beobachten.

Am nächsten Morgen ging es dann richtig los. Die beiden Busfahrer, die aus Freiburg mit uns mitge-kommen waren, fuhren uns zu den Ruinen von Pompeji. Dort bekamen wir eine besonders span-nende Führung von Frau Biniasch, Expertin für Pompeji. Dank ihr suchten wir bei unserer anschlie-ßenden Erkundungstour die interessantesten Ecken, von denen sie zuvor erzählt hatte. Es gab anti-ke Zebrastreifen, das erste „Achtung vor dem Hund”-Schild und überraschend viele gut erhaltene Gebäude. Doch nach Pizza zum Mittag, leider in manchen Fällen zu touristisch-hohen Preisen, wur-de es richtig aufregend. Erst hieß es, wir dürften nicht auf den Vesuv, da dieser für Besucher zur Zeit geschlossen sein sollte. Dann erfuhren wir, dass es doch die Möglichkeit gäbe hoch zu fahren, nur nicht mit unserem Busfahrer. Also stiegen wir um in den Bus eines italienischen Fahrers, der uns mit einem Hup-Konzert beglückte. Bei jeder Kurve schreckte er den ganzen Bus auf und das eine halbe Stunde lang. Und dann noch ein zweites Mal den Berg wieder runter. Aber davor standen wir noch in Mitten des alten Kraters des Vesuvs und blickten auf Neapel direkt am Meer. Das war die abenteuer-liche Fahrt auf jeden Fall wert.
Als wir abends erschöpft wieder in Sorrent ankamen, wollten wir alle noch zum Strand. Wir gingen im Sonnenuntergang schwimmen und genossen die letzten Sonnenstrahlen, noch deutlich wärmer als zuhause in Freiburg.

Am Mittwoch trafen wir uns in Sorrent und dort wurden uns zwei Möglichkeiten vorgeschlagen, wie wir den Tag verbringen könnten. Eine längere Wanderung zu einer tollen, einsamen Bucht war eine der Möglichkeiten, die andere nach einem kürzeren Spaziergang in einer nahen Bucht zu baden.
Die Wanderung führte uns durch das Hinterland und durch landwirtschaftlich bebaute Gebiete. Es war sehr interessant sich die Oliven- und Zitronenhaine anzusehen und nach einem langen Weg wurde uns in einem kleinen Ort ein selbst-gemachtes Zitroneneis eines lokalen Händlers angeboten. Ein Stückchen weiter wurden wir dann mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Insel Capri be-lohnt. Als wir dann nach dem langen Abstieg endlich baden konnten, waren wir so glücklich über das Wasser, dass wir alles andere vergaßen und ins Wasser sprangen. Dort hatten wir leider nicht so viel Zeit, da wir einen Bus in einem nahegelegenen Dorf erwischen mussten. Doch wir waren nicht alleine, weil wir uns mit einem Streuner angefreundet hatten, der am Strand zu uns gestoßen ist. Wir haben ihn ganz kreativ Bello genannt. Er stieg mit uns den ganzen Weg wieder hinauf und blieb bei uns, bis er in besagtem Dorf von Leo, einem anderen Hund vertrieben wurde. Mit Leo haben wir dann auf dem Platz bei der Bushaltestelle Fußball gespielt und ihn so erschöpft, dass er mit letzter Kraft nur noch den Kopf in ein Trinkbecken hängen konnte.
Am Abend waren die beiden Gruppen dann wieder vereint und wir spielten Gesellschaftsspiele, bei denen uns die Lehrer leider besiegten.

Der Donnerstag begann mit einer Busfahrt, bei der uns der italienische Busfahrer mit spanischem Partypop beschallte, der nicht allen so wahnsinnig gut gefiel, vor allem so „früh“ am Morgen nicht. Wir kamen jedoch wohlbehalten am Zielort an und begannen mit der Wanderung auf dem Weg der Götter, wie der Wanderweg oberhalb der Amalfiküste heißt.
Die Aussicht war mal wieder einmalig und wir konnten uns die wunderschöne Küste anschauen. Während der Wanderung hörten wir uns immer mal wieder Referate über verschiedene Themen an, die wir Schüler vor der Studienfahrt vorbereitet hatten. Da wir ziemlich weit oben wanderten,  war der Abstieg ziemlich steil und der Wanderweg führte über wahnsinnig lange Treppen zum Touristenört-chen Positano, wo wir ein wenig Freizeit bekamen. Manche gingen baden, andere aßen Pizza und manche gingen Kaffee trinken.
Wir trafen uns dann alle wieder, um gemeinsam mit dem Boot nach Sorrent zurück zu fahren.
Abends wurden wir dann noch von der anderen Studienfahrtgruppe aus Pompeji besucht und wir hatten einen schönen Abend zusammen und wenig Schlaf.

Der Schlafmangel hielt uns jedoch nicht auf, um den letzten Tag nochmal richtig zu genießen. Wir fuhren nach dem Frühstück in die Innenstadt von Neapel. Als wir nach ungefähr einer Stunde anka-men, ging es los mit der Erkundung der Stadt. Die Freizeit wurde genutzt, um Sightseeing zu ma-chen, die Gässchen der Stadt zu erkunden und um zu shoppen. Danach ging in den Bus, um in Richtung Heimat zu fahren. Die Studienfahrt war damit aber noch nicht beendet! Es ging nämlich noch in die Nähe von Rom, wo uns von den Lehrern ein einzigartiges Naturphänomen versprochen wurde, was mitten auf der Straße liegt. Die Gravitationsanomalie, die Flaschen den Berg hoch rollen lässt, durften wir dann leider doch nicht sehen, da die Lehrer meinten, dass zu viel Verkehr sei. An-schließend fuhren wir noch zu einer Pizzeria, wo unser Abschlussessen stattfand. Danach hieß es dann aber endgültig: Heimfahrt. Diese war vor allem von Schlafen geprägt und so kamen wir am Samstag morgen halbwegs ausgeschlafen wieder daheim an.

Von Leonard Rehermann und Lena Stolpe

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