Goethe-Gymnasium Freiburg

Mitten in der Stadt, nahe am Menschen

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Zur Blutanalyse

JIA im Labor bei MVC Clotten


Am 31. März 2017 besuchte die Junior-Ingeneur-Akademie des Goethe-Gymnasiums das Blutuntersuchungslabor MVC Clotten. Wir wurden von Herrn Dr. Sabbagh durch das Unternehmen geführt und umfangreich informiert. Dabei waren wir überrascht und haben festgestellt, dass die Blutproben nicht einzeln von Medizinern untersucht werden.

Täglich werden über 10 000 Proben von hoch entwickelten, sehr teuren Maschinen analysiert. Diese vielen Proben werden nicht von Menschenhand, sondern von Maschinen sortiert und geöffnet.
Da für die Analysen relativ geringe Beträge mit den Krankenkassen abgerechnet werden können (z.B. 23 Cent für eine Blutzuckerbestimmung) kann das Unternehmen nur durch Masse rentabel bleiben. In der Schweiz und in Frankreich können die Labore für diese Auswertungen deutlich höhere Kosten in Rechnung stellen. Uns fielen bei der Führung bald einige Behälter mit der Adresse von verschiedenen Polizeidirektionen auf. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass Clotten auch für forensische Zwecke den Alkoholgehalt im Blut analysiert. Damit der Wert nicht angezweifelt werden kann, wird diese Messung 4-mal, von zwei verschiedenen Fachleuten, durchgeführt.
Zwei dieser Auswertungen beruhen auf enzymatischen Vorgängen mit photometrischer Messung, die anderen beiden beruhen auf Gaschromografie. Die Ergebnisse dieser beiden Methoden dürfen nicht mehr als 5 % voneinander abweichen – erst dann gelten sie als valide und unanfechtbar.Der Besuch des Labors Clotten war für uns besonders interessant nachdem wir in den Wochen zuvor in der Schule ein Hand-Blutzuckermessgerät untersucht und nach und nach uns dessen Funktionsweise erschlossen haben. Die Untersuchungen im Labor sind nicht nur schneller sondern auch genauer. Eine sehr teure Maschine schafft es, 3000 Analysen pro Stunde durchzuführen. Diese beruhen auf der photometrischen Auswertung des Blutzuckergehaltes. Das Labor muss sehr rentabel arbeiten. Eine Betriebsstörung könnte verheerende finanzielle Verluste bedeuten. Daher gibt es verschiedene Absicherungssysteme.
Bei einem Stromausfall können Generatoren das Labor weiter mit Strom versorgen; in Tanks wird genügend Diesel für den Betrieb der Generatoren gelagert.  Eine weitere Art der Absicherung ist das ständige Bereitstellen eines entsalzten Wasserreservoirs. Entsalztes Wasser wird permanent benötigt um die Messelektroden zu reinigen.Eine weitere Art der Sicherung bezieht sich auf die Daten. Diese werden auf allen drei Stockwerken gesichert, denn im Falle eines Brandes könnte der Datenverlust hohe finanzielle Schäden bedeuten.Unsere Exkursion zu MVZ Clotten war interessant, denn wir erfuhren nicht nur vieles über großtechnische Blutanalyse sondern wir konnten auch einen Eindruck vom Laboralltag gewinnen.

 

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