Goethe-Gymnasium Freiburg

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K800 Argentinien3Ein Auslandsjahr in....Argentinien

Hola! Ich bin Lea aus der K2 und habe im Schuljahr 2015/16 ein Auslandsjahr mit AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. in Argentinien gemacht. Diese Erfahrung war unglaublich spannend und ich kann nur jedem Schüler wärmstens weiterempfehlen sich zu trauen; mal die Perspektive zu wechseln; neue Leute, Kultur, Essen, Sprache, usw. kennenzulernen und seinen Horizont so ein Stück weit zu erweitern.

Um auch anderen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben einen Schüleraustausch zu erleben engagiere ich mich seit meiner Rückkehr als Ehrenamtliche bei AFS und meine Familie wird ab September eine Gasttochter/ -schwester aufnehmen.
Wer mehr Infos zum Schüleraustausch oder Gastfamilienprogramm AFS bekommen möchte kann sich gerne bei mir melden!
Bei jeglichen Fragen könnt ihr mich jederzeit per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) kontaktieren.
>>> Hier gibt es Informationen zur Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. und dem Programm Auslandsjahr/Schüleraustausch/Freiwilligendienste.

Jetzt aber ein ganz persönlicher Eindruck meiner Erlebnisse in Argentinien:

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Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem ich nicht an mein Auslandsjahr zurückdenke. Und inzwischen sind seit meiner Rückkehr nach Deutschland schon über 365 Tage vergangen. Zwischen der 10. und der 11. Klasse ging es für mich für 1 Jahr nach Argentinien. Es gibt den Spruch "Exchange isn't a year in your life. It's a life in a year." Das hört sich zwar erst mal kitschig an, hat aber durchaus etwas Wahres. Man ist nicht im Urlaub, sondern man LEBT in seinem Gastland und bekommt so die einzigartige Chance richtig in die Kultur einzutauchen.
Meine Gastfamilie habe ich sofort sehr ins Herz geschlossen, sie sind eine richtige Familie für mich geworden! Ich habe eine kleine Schwester, die es mir durch ihre aufgeweckte, unglaublich liebenswürdige und immer ehrliche Art erleichtert hat, mich schnell in der Familie einzuleben.
Auch in der Schule habe ich nicht lange gebraucht um Anschluss zu finden. Die meisten aus meiner Klasse waren super neugierig. Fast niemand war schon mal in Europa, darum war es etwas  besonderes eine deutsche Mitschülerin zu haben.
Was meine Selbstständigkeit betrifft musste ich leider erst mal ein bisschen zurücktreten. Mit ist nie etwas passiert, aber gerade als blondes Mädchen sollte man sich vor allem Abends lieber nicht an bestimmten Orten aufhalten. Darum war ich oft darauf angewiesen mit dem Auto gefahren zu werden. Am Anfang hat mich das ziemlich genervt, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und sobald meine Gastfamilie mehr Vertrauen in mich gewonnen hatte, ich besser Spanisch konnte und mich in der Stadt auskannte durfte ich auch alleine losziehen.
Toll war auch die Freundschaft zu anderen Austauschschülern, die von überall aus der Welt kamen. Weil man viele ähnliche Sachen erlebt verbindet das einen sehr.
Zusammen haben wir zwei Reisen gemacht, einmal in den Süden zu den "Glaciares" (Gletscher) und einmal in den Norden zu den "Cataratas de Iguazú" (Wasserfälle). Beides super beeindruckende Orte.
Auch mit meiner Familie hatte ich das Glück ein bisschen vom Land kennenzulernen.
Reisen ist natürlich toll, aber ich muss betonen dass das Wichtigere in meinem Auslandsjahr trotzdem der Alltag war. Jeden Morgen meine Freunde in der Schule mit einem "beso" (Kuss) auf die Backe zu begrüßen, mit meiner Schwester Quatsch zu machen, mit meinen Eltern zu reden, zu lachen, zu weinen, Mate zu trinken (typisch argentinisches Getränk, so eine Art Tee), Spanisch zu sprechen, ...
In dem Jahr habe ich so viele nette Menschen kennengelernt, von denen mir der Abschied auch unglaublich schwer viel.
Aber jetzt in den Sommerferien kommt meine Familie mich besuchen und ich freue mich schon sehr auf unser Wiedersehen. Und auch mit 3 AFS Freunden aus Europa habe ich mich schon getroffen. Es ist also wirklich eine Erfahrung, die einen ein Leben lang bereichert und bei der ganz besondere Beziehungen entstehen. Um anderen Jugendlichen die Chance zu geben, auch so etwas zu erleben, wird meine Familie ab September ein Mädchen aus Brasilien aufnehmen. Wir sind schon gespannt wie es wird, das Ganze einmal von der anderen Seite her zu erleben. (Lea Berger)

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