Goethe-Gymnasium Freiburg

Mitten in der Stadt, nahe am Menschen

K800 DSC 2275Traurige Ökobilanz eines Schulheftes

Können wir in Freiburg einen Beitrag zur Rettung des kanadischen Regenwaldes leisten? „Ein Schulheft auf Reisen – Vortrag und Workshop zum nachhaltigen Umgang mit Papier an der Ökostation Freiburg.“ Die 7c begab sich am 13. November 2017 auf den Weg zur Freiburger Ökostation, um einen kleinen Beitrag zur Rettung des kanadischen Regenwaldes zu leisten.

 


Begleitet wurden sie von Frau Weis-Rickert, der Klassenlehrerin, sowie von Frau Salzmann.Anlass für diese Exkursion war die Bitte einiger Mitschüler/innen, etwas für den Umweltschutz aktiv tun zu wollen.Svenja Fugmann, Umweltpädagogin an der Ökostation, schilderte die alarmierende Situation der Abholzung der Regenwälder, da diese den Rohstoff für Papier bilden. Die Klasse wurde darauf aufmerksam gemacht, Schulhefte mit dem Siegel „Der Blaue Engel“ zu verwenden, da diese aus Altpapier hergestellt werden.
Altpapierhefte verbrauchen in der Produktion 120 Gramm Altpapier, sowie 1,8 Liter Wasser und ca. 0,275 Kilowattstunden Strom.
Weit verbreitet sind aber auch Schulhefte auf Frischfaserpapier, mit dem Logo „Weltpark Tropenwald“. Man könnte meinen, dass diese darauf hinweisen, dass keine Tropenhölzer für die Verwendung des Heftes zum Einsatz gekommen sind.
Die Umweltpädagogin erläuterte aber, man verwende kein Tropenholz für die Herstellung von Frischfaserpapier, da dieses zu kurze Fasern habe, so dass dieses Logo „Weltpark Regenwald“ eigentlich irreführend sei. Ein Schulheft aus Frischfaserpapier benötigt 220 Gramm Holz, 44 Liter Wasser und 0,76 Kilowattstunden Strom.
Zusätzlich belastet Frischfaserpapier das Abwasser 15x mehr als Recyclingpapier. Bestürzt hat uns die Tatsache, dass eine Person in Deutschland jährlich ca. 253 Kilogramm Papier verbraucht. (Quelle: WWF, Stand der Angabe: 2006)

K800 DSC 2289Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Recyclingpapier hergestellt wird, nahmen wir alte Zeitungen, zerrissen sie und mixten sie mit etwas Wasser und mithilfe eines Mixers zu „Pulpe“.Diese „Pulpe“ wurde in ein Topf mit Wasser gegossen.
Mit einem Sieb, in Form einer Seite Papier wurde diese „Pulpe“ aus dem Becken gefischt und getrocknet.
Als Endprodukt der Aktion erhielte jeder Schüler eine Seite graues Recyclingpapier, das wir für die Gestaltung von Grußkarten verwendeten.

Als Abschluss wurde der Klasse ein Film namens „ErklärfilmCO²“-Regenwald und Klima gezeigt.
Der Film handelt von CO² Ausstoß sowie von dem Klimawandel und die Auswirkung auf den Regenwald.

Nach diesem Ausflug werden wir beim nächsten Einkauf von Schulheften deutlich kritischer vorgehen!

Oskar Simon (7c)

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