Goethe-Gymnasium Freiburg

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K800 Schwarzwaldmich 2018 NWTNWT-Besuch bei der Schwarzwaldmilch

Am 16.05.2018 besuchte die 9.Klasse im Rahmen des NWT-Unterrichts die Schwarzwaldmilchproduktion.Nach Ankunft am Schwarzwaldmilchgelände in der Haslacherstraße 12 wurden wir von Frau Audörsch begrüßt und in einen Tagungsraum geführt. Christina Audörsch, welche Ernährungswissenschaften studierte und heute Öffentlichkeitsbeauftragte der Schwarzwaldmilch ist, erzählte uns viele spannende Informationen über die Milchgenossenschaft Schwarzwaldmilch Freiburg, es gab eine Fragerunde und sie führte uns durch die Abfüll- und Verpackungshallen..

Als Einstimmung auf die Führung und das Unternehmen bekam jeder eine Schoki zu trinken und es wurde ein Infofilm über das Unternehmen gezeigt.

Geschichte
Im Jahre 1876 wurde die Milchgenossenschaft Freiburg gegründet und 1916 der Freiburger Milchhof in der Katharinenstraße eröffnet.
Nach einem Zusammenbruch der Milchversorgung von 1918 bis 1930 wurde am 6.März.1930 die eigene Milchgenossenschaft Breisgaumilch gegründet.
Da die Räumlichkeiten der Katharinenstraße zu klein wurden zog die Breisgaumilch auf das noch heutige Gelände in der Haslacherstraße 12.
Die Glocke als Symbol der Schwarzwaldmilch wurde 1969 und die Mehrwegflaschen 1987.
Die Bio-Milch von 1997 wurde nach der Schwarzwald Fernsehserie „Die Fallers“ benannt.
Seit 2000 gibt es auch für Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit ein laktosefreies Sortiment.
Am 1.12.2010 wurde die bisherige „Breisgaumilch“ zu „Schwarzwaldmilch“ umbenannt.
Die Schwarzwaldmilch plant in Zukunft eine Käsemanufaktur im Schwarzwald zu eröffnen.

Maschinen
Die Schwarzwaldmilch füllt und verpackt auch für Marken, wie Gut & Günstig, um den Bauern im Schwarzwald, größtenteils Familienbetriebe, Sicherheit zu bieten.
In der Abfüllanlage „Gastroeimer“ werden 10 kg-Eimer z.B. mit Quark befüllt - 700 Stück pro Stunde. Die Becherabfüllmaschine schafft 18 000 Becher pro Stunde.
Falls an einer Maschine ein technisches Problem sein sollte, kann dies der hauseigenen Werkstatt gemeldet werden und die Handwerker bemühen sich schnellstmöglich alles wieder in Gang zu bekommen, um Ausfälle und Verzögerungen zu vermeiden.

Produkte
Produkte der Schwarzwaldmilch sind Frischmilch, Haltbare Milch, Milchmischgetränke, Buttermilch, Sauermilch, Natur- und Fruchtjoghurts, Speisequark, Brotaufstriche (Kräuterquark, Sauerrahmcreme ), Schlagsahne, Sauerrahm, Schmand, Crème fraîche, Butter, Käse und laktosefrei Produkte. Es gibt 4 verschiedene Kategorien von Produkten.
44 % aller Produkte sind Schwarzwaldmilch Weidemilchprodukte.
Kühe der Weidemilchproduktreihe stehen in der Zeit von April bis Oktober, 150 Tage im Jahr und min. 8 Stunden am Tag.
38 % aller Produkte sind Produkte der Schwarzwaldmilch Bio-Reihe.
Kühe sind hier in hellen und großen Ställen untergebracht und bekommen mit Freilaufställen genügend Auslauf. Ein Weidegang ist aber nicht verpflichtend.
Antibiotika zu geben ist verboten und nur Gülle und Mist im eigenen Betrieb verwendet.
In Produkten wie zum Beispiel Joghurt sind nur Früchte und Zucker aus biologischem Anbau enthalten.
18 % sind Breisgau Qualitätsmilch , welche noch aus dem konventionellen Betrieb kommt.
Der Grund hierfür ist oft dass Bauern kein Bio wollen und keine Weidemöglichkeit in der Nähe haben. Jedoch versucht man langsam von der Anbindehaltung wegzugehen und schätzt dass es in ca. 2 Jahren schon keine mehr geben könnte.
Die laktosefrei Produktlinie LAC Schwarzwaldmilch bietet mittlerweile eine vielfältige Auswahl.
Laktoseintolerante Personen haben einen Mangel an Laktase und vertragen somit keine Laktose.
Um die Laktose zu spalten wird die Milch nach Zufügen von Lactase 24 Stunden langsam gerührt.


Der Weg der Milch von der Kuh bis zum Verbraucher
Die Milch wird von familienbetriebenen Bauernhöfen aus dem Schwarzwald bezogen.
Die Milch wird von Tanklastern auf den Bauernhöfen abgeholt und nach Freiburg gebracht. Es werden strenge Qualitätskontrollen durchgeführt vom Milchprüfring Baden-Württemberg.
Untersucht wird die Anzahl von Keimen, der Fettgehalt und der Eiweißgehalt. Außerdem kann mithilfe der Zellzahl auf die Gesundheit der Tiere geschlossen werden. Je niedriger die Zellzahl desto weniger Stress haben die Tiere.
Untersucht wird auch, ob Hemmstoffe, wie z.B. Antibiotika oder Reinigungsmittel enthalten sind. Eine solche Milch wäre unbrauchbar und müsste auf Kosten des liefernden Landwirtes entsorgt werden. Hiervon gibt es zum Glück nur 3-4 Fälle pro Jahr und die Bauern erwarten eine hohe Geldstrafe und häufigere Kontrollen.
Die Milch wird auf dem Betriebsgelände in Rohmilchtanks gesammelt. Diese haben Platz für mehr als 1 000 000 Liter Milch.

Bei der Verarbeitung der Milch wird im Separator Magermilch und Sahne separiert.
Im Plattenwärmetauscher wird für ESL-Milch und Frischmilch pasteurisiert und für die H-Milch ultrahocherhitzt.
Der Homogenisator zerteilt Fettpartikel in feinste Tröpfchen und verhindert eine Aufrahmung.
Die Gläser für Joghurt oder Milch werden in der Glaswaschanlage mit 2% Natronlauge gereinigt , auf 85 °C eine Stunde erhitzt und anschließend durchleuchtet.
Vor dem Abfüllen wird es noch einmal in einem mikrobiologischen Labor kontrolliert und noch verkostet. Anschließend in einem Kühltunnel auf 4 °C Lagertemperatur herunterkühlt.
Gelagert werden die Produkte auf Paletten in einem unsortierten Hochregallager.
Nach der Kommissionierung werden die Produkte mithilfe der Spedition Dischinger in die Supermärkte ausgeliefert.

Fazit: Ich finde es sehr eindrucksvoll aufgezeigt zu bekommen, welche Produktionsschritte, Transporte und Qualitätskontrollen nötig sind, bis ich das Endprodukt im Supermarkt kaufen kann.   (Sandra Zellmeyer 9a)

K800 Schwarzwaldmich 2018 NWT

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