Goethe-Gymnasium Freiburg

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K1024 UNO Simulation 2019In der Rolle der UNO

Den seit 70 Jahren schwelenden Nahostkonflikt zu lösen, dazu traten Schülerinnen und Schüler aus zwei Politikkursen von Herrn Bulling und Frau Hug der Kursstufe 1 am Mittwoch, den 23. Januar 2019 in der Landeszentrale für politische Bildung an. Die Landeszentrale in der Bertoldstraße hatte zum Planspiel geladen.

Es ging um die Simulation einer Sitzung des Weltsicherheitsrates der UNO und die interessierten Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle der 15 Nationen, die hier vertreten sind. Ziel war es, eine Resolution zu verabschieden, die Stellung nimmt zu den großen Problemen, die den Konflikt ausmachen: Die Frage der Zweistaatenlösung etwa oder die der israelischen Siedlungen im Westjordanland.

Die Gruppe merkte schnell, dass eine Politik gegen die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich nicht möglich ist und dass diese Mächte zu keiner gemeinsamen Haltung in den relevanten Fragen bereit sind. Also gab es ein zähes Ringen, an dessen Ende keine gemeinsame Erklärung zustande gebracht werden konnte. Auch dass viele der kleinen Staaten sich in Abhängigkeiten von den Weltmächten befinden und nicht frei ihre Position bestimmen können, wurde deutlich.

„Ich verstehe nun, warum politische Prozesse, vor allem internationale, häufig so lange dauern, das war mir vorher nicht klar!“ äußerte sich eine Schülerin. Und ein anderer konstatierte: „Eine Reform der UNO erscheint mir dringend nötig, doch das setzt das Einverständnis der Vetomächte voraus. Die werden einem Machtverlust sicher nicht zustimmen!“

Auf diese Weise konnte das Spiel Verständnis wecken für die verzwickte Lage im Nahen Osten und verdeutlichte gleichzeitig, dass Lösungen häufig nur in der Zusammenarbeit, nicht aber in einer egoistischen Herangehensweise einzelner Staaten liegen können.

Tilman Bulling

K1024 UNO Simulation 2019

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